SILEK

Presseerklärung 16.11.2008

Landtagsabgeordnete besucht

Waldsolmser Grüne

SILEK-Projekt spaltet die Gemüter

 

Auf ihrer letzten Mitgliederversammlung diskutierten die Waldsolmser Grünen recht kontrovers die Möglichkeiten, die sich für die Gemeinde aus der Teilnahme am SILEK-Projekt (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt) ergeben.

Bei diesem Landesprojekt sollen mit einer breiten Bürgerbeteilung Maßnahmen für Waldsolms geplant werden, die die Attraktivität von Waldsolms als Lebens-, Erholungs-, Arbeits- und Naturraum sichern. Fördermittel könnten so z. B. im Hochwasser- und Biotopschutz eingesetzt werden. Ebenso wären auch Projekte möglich, die die Situation der Landwirtschaft vor Ort verbessern und die Anziehungskraft der Landschaft für Besucher steigern. Während einige Mitglieder in einer Teilnahme die konkrete Chance gegeben sehen, durch das gemeinsame Wirken verschiedener Bevölkerungsgruppen etwas Positives für die Landschaft zu bewirken, äußerten andere vor allem die Befürchtung, dass es zu kostspieligen Flurbereinigungsverfahren und Nachteilen für die Landwirte kommen könnte. Da die Gemeindevertretung inzwischen mit einer breiten Mehrheit das Projekt befürwortete (ihre Zeitung berichtete) und zur Bedingung machte, auf Zwangsmaßnahmen zu verzichten und anfallende Kosten zu übernehmen, sind die wichtigsten Bedenken ausgeräumt und der Bewilligung des Projektes kann mit Spannung entgegen gesehen werden.

Überraschend erhielten die Waldsolmser Grünen Besuch von ihrer Landtagsabgeordneten Mürvet Öztürk aus Wetzlar. Die innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion berichtete aus erster Hand von den Turbulenzen vor und nach der gescheiterten Koalitionsbildung in Wiesbaden. Nach der geplanten Selbstauflösung des Landtages stünden die Grünen als kleine Partei mit begrenzten Mitteln vor der logistisch und finanziell riesigen Herausforderung eines erneuten Wahlkampfes. Nach der unverschuldeten Misere und der anfänglich großen Enttäuschung breite sich allerdings ein positive „Jetzt erst recht“-Stimmung in der Partei aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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